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Dienstag, den 22.05.2012

Lernmodul

Alzheimer - Basiskurs

Redaktionelle Leitung:
Frank Etzel, CGC - Cramer-Gesundheits-Consulting GmbH

Die Demenz vom Alzheimertyp (DAT), auch Morbus Alzheimer oder Alzheimer-Krankheit genannt, ist die häufigste Demenzerkrankung (70%) westlicher Industrienationen. Allein in Deutschland leiden etwa 700.000 Menschen an einer DAT, wobei jährlich 125.000 neue Fälle hinzukommen. Die Prävalenzrate von Demenzerkrankungen korreliert typischerweise mit dem Lebensalter. So steigt die Inzidenzrate von durchschnittlich 0,43% bei den 65- bis 69-Jährigen auf 4-10% bei den über 80-Jährigen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird daher die Zahl der Demenzerkrankungen in den kommenden Jahren deutlich wachsen. So werden bis zum Jahr 2050 mehr als 2 Millionen Patienten erwartet (Bickel 2000; Dt. Alzheimer Gesellschaft; www.deutsche-alzheimer.de; Demenzleitlinie 10/2003, www.evidence.de).

Lernziele
Fachkompetenz in der Diagnostik und Therapie des Alzheimer Syndroms, Fachwissen in der Erkennung der Krankheit und differenzialdiagnostische Abgrenzung. Definition: Bei der DAT handelt es sich um eine progrediente, neurodegenerative Erkrankung sowie pharmakologische Aspekte.

Symptomatik und Schweregrade


  • Leicht: Kognition - keine komplizierten Aufgaben mehr möglich.
  • Mittel: Kognition- eingeschränkt, nur einfache Tätigkeiten noch möglich.
  • Schwer: Kognition - nachvollziehbare Kommunikation von Gedankengängen ist nicht mehr möglich.


Pathophysiologie
Neurofibrillenbündel („tangles“, Alzheimer-Fibrillen):
Alzheimer-Plaques (beta-A4-Amyloid-Plaques): Extrazelluläre neurotoxische

Diagnostik
Die DAT wird durch eine Ausschlussdiagnostik erfasst. Es gilt daher zunächst, typische Demenzsymptome möglichst früh zu erkennen.

  1. Demenz erkennen
  2. Alzheimer-Krankheit identifizieren
  3. Individuelle Problematik (zur Erstellung eines individuellen Therapischemas)


Anamnese
Symptome, Verlauf, Risikoprofil, Fremdanamnese

Klinischer Status
Zerebrale Erkrankungen, Blutdruck, EKG, Diabetes mellitus, Hypertonie

Labordiagnostik
Blutbild, Senkung, Vit B12, Folsäure, TSH, Elektrolyte, Blutzucker, Urin, Fett- und Leberwerte

Psychiatrisch-neurologischer Status
Mentaler Leistungstest (Psychometrischer Test)
Bildgebende Verfahren obligat: Schädel-CT, EEG; fakultativ: Kernspin, SPECT, PET

Therapie

  • Antidementiva
    Acetylcholinesterasehemmer (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin)
    NMDA-Rezeptorantagonist (Memantine)

  • Psychopharmaka
    Neuroleptika (Melperon, Pipamperon, Risperidon) bzw. Antidepressiva (Citalopram, Paroxetin, Sertralin, Moclobemid, Trazodon) indiziert sein.

  • Begleittherapien
    Ergotherapie, Physiotherapie, Verhaltenstherapie, Logopädie, Kunst-/Musiktherapie, Memorytraining, Selbsterhaltungstherapie u.a.

Zertifiziert bis: 09.02.2010

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